Wasserversorgung in Söhrewald

Hochbehälter und Wasseraufbereitung

Hochbehälter Wellerode

Der Hochbehälter wir mit Wasser aus den Tiefbrunnen 1 und 2 gespeist. Er hat ein Gesamtvolumen von 800 m³, unterteilt in zwei Kammern. Der Hochbehälter versorgt die Tief- und Mittelzone von Wellerode sowie, mit Unterstützung durch die Pumpstation Wellerode, den Hochbehälter Wattenbach.

Zur Behandlung der hohen Eisen- und Manganwerte des Tiefbrunnen 2 wird das Wasser, zwecks Oxidation mit Kaliumpermanganat (KmnO4) versetzt und anschließend gefiltert. Im Anschluß wird das Wasser mit dem Wasser des Tiefbrunnen 1 gemischt und belüftet. Das aufbereitete Wasser wird in den Hochbehälterkammern zwischengespeichert und dann in das Ortsnetz eingespeist.

Hochbehälter Eiterhagen

Der Hochbehälter wird mit dem Tiefbrunnen gespeist. Er hat ein Gesamtvolumen von 300 m³, unterteilt in zwei Kammern. Der Hochbehälter versorgt die Tiefzone Eiterhagen. Das Rohwasser des Tiefbrunnens 3 ist Kalzit lösend und wird deshalb im Hochbehälter Eiterhagen einer mechanischen Entsäuerung unterzogen. Nach der Entsäuerung wird das Reinwasser in die Hochbehälterkammern geleitet. Um eventuell auftretenden Keimen im Wasser vorzubeugen, wird das Wasser mit UV Licht behandelt.

Hochbehälter Wattenbach

Der Hochbehälter wird mit Trinkwasser aus Wellerode gespeist. Die Pumpstation Wellerode fördert mit zwei Pumpen im Wechselbetrieb jeweils 20 m³/h nach Wattenbach. Der Hochbehälter Wattenbach hat ein Gesamtvolumen von 300 m³, unterteilt in zwei Kammern. Der Hochbehälter versorgt die Hochzone Wellerode, Wattenbach und die Hochzone Eiterhagen.

Wasserhärte in Söhrewald

Die Wasserhärte beschreibt vereinfacht ausgedrückt die Menge der gelösten Mineralien. Im täglichen Leben ist die Wasserhärte entscheident für die Dosierung des Waschmittels. Je jöher der Mineraliengehalt, desto härter ist das Wasser, das heißt mehr Waschmittel wird benötigt.
Nach dem Wasch- und Reinigunsmittelgesetz werden drei Wasserhärtebereiche unterschieden:

 

 

Deutscher Härtegrad (°dH)

             

 

Härtebereich nach dem Waschmittelgesetz

   
                                                                 
weich 0 - 8,4   1    
           
mittel 8,4 - 14   2    
           
hart über 14   3    
           
Ortsnetz
Wellerode, Wattenbach
und Hochzone Eiterhagen
8,7   2    
Ortsnetz
Tiefzone Eiterhagen
4,0   1    

Behebung der Mängel an Ihrer Trinkwasserhausinstallation

Grundlage für die Mängelbehebung an Ihrer Trinkwasserhausinstallation ist die DIN 1988.

Gemäß § 6 Absatz 4 der Wasserversorgungssatzung der Gemeinde Söhrewald rechtskräftig seit 13.12.2013 (WVS) ist die Gemeinde berechtigt, die Wasserverbrauchsanlagen zu prüfen und zugleich verpflichtet, den Anschlussnehmer auf erkannte Sicherheitsmängel aufmerksam zu machen.

Folgender Hinweistext wird verwendet:

Ihre Wasserzähleranlage entspricht nicht den Regeln der Technik. Bitte lassen Sie in Ihrem Verantwortungsbereich unverzüglich die Wasserzähleranlage entsprechend der DIN 1988 (siehe Schema einer korrekt installierten Wasserzähler-Anlage nach DIN 1988) umbauen.

Alle notwendigen Arbeiten zur Beseitigung der Mängel im Bereich der Anschlussleitung (siehe § 2 Begriffsbestimmung „Anschlussleitung“ der WVS) werden gemäß § 5 Absatz 2 WVS von den Gemeinde Söhrewald bzw. von ihr beauftragten Firmen durchgeführt.

Wir bitten Sie, den Mitarbeitern der Gemeinde Söhrewald Zutritt zu den Wasserverbrauchseinrichtungen zu gewähren (siehe § 11 WVS), um die notwendige Mängelbehebung durchzuführen.

Die Beseitigung der festgestellten Mängel an der Wasserinstallation ist kostenpflichtig (siehe § 23 Absatz 1 WVS).

Nach wie vor stellt Trinkwasser das wichtigste Lebensmittel dar, das durch nichts anderes ersetzt werden kann. Deshalb werden an die Qualität und Hygiene des von dem Versorgungsunternehmen gelieferten Wassers hohe Anforderungen gestellt. Auch Sie als Hausbesitzer und Verbraucher haben eine gewisse Verantwortung im Hinblick auf die Vermeidung einer Gefährdung des Trinkwassers zu tragen. Im Bereich Ihrer Hausinstallation sind Sie für die Einhaltung der technischen Regeln verantwortlich (siehe Schema einer korrekt installierten Wasserzähleranlage nach DIN 1988).

Die Gemeinde Söhrewald sieht sich allen Bürgern gegenüber in der Verpflichtung, dauerhaft die Qualität bzw. die Hygiene des Trinkwassers zu gewährleisten. Das kann auf Dauer nur sichergestellt werden, wenn auch die Mängel in den jeweiligen Wasserhausinstallationen behoben werden.

Wir danken für Ihr Verständnis!

Schema Wasserhausanschluss und Zuständigkeit

Informationen über die Kostenerstattungspflicht bei z.B. Instandhaltungsarbeiten entnehmen Sie bitte unserer Wasserversorgungssatzung (WVS)







Schema Kanalhausanschluß und dessen Zuständigkeit

Informationen über die Kostenerstattungspflicht bei z.B. Instandhaltungsarbeiten entnehmen Sie bitte unserer Entwässerungssatzung (EWS)







Gebührenmaßstäbe

In der Wasserver-/ und entsorgung gibt es folgende Gebührenmaßstäbe:

Pro m3 Frischwasser 2,43 EUR Bruttoendpreis (Nettopreis + 7% Mwst)
Pro m3 häusliches Schmutzewasser 2,91 EUR (Gebühremmaßstab ist der Frischwasserverbrauch)
Pro m2 versiegelter Fläche für Niederschlagswasser 0,42 EUR

Die bebaute und künstlich befestigte Grundstücksfläche wird unter Berücksichtigung des Grades der Wasserdurchlässigkeit für die einzelnen Versiegelungsarten nach folgenden Faktoren festgesetzt:

1. Dachflächen
1.1 Flachdächer, geneigte Dächer             x1,0
1.2 Kiesdächer              x0,5
1.3 Gründächer
a) mit einer Aufbaudicke bis 10 cm              x0,5
b) mit einer Aufbaudicke ab 10 cm              x0,3

2. Befestigte Grundstücksflächen
2.1 Beton-, Schwarzdecken (Asphalt, Teer o. ä.), Pflaster mit Fugenverguss, sonstige wasserundurchlässige Flächen mit Fugendichtung              x1,0
2.2 Pflaster (z. B. auch Rasen- oder Splittfugenpflaster), Platten - jeweils ohne Fugenverguss
a) bis zu einer Fugenbreite von 15 mm              x0,7
b) mit einer größeren Fugenbreite als 15 mm              x0,6
2.3 wassergebundene Decken (aus Kies, Splitt, Schlacke o. ä.)              x0,5
2.4 Porenpflaster oder ähnlich wasserdurchlässiges Pflaster              x0,4

2.5 Rasengittersteine              x0,2